Zeugnis & Zahnlücke

Die Großen haben soben die Halbjahres-Zeugnisse bekommen, und eigentlich sind beide ganz zufrieden damit. Mit dem 1er- und 2er-Regen, den es in der Grundschule gab, ist es allerdings erst mal vorbei. Eine 4 in Latein ist aber kein Beinbruch,  bei manchem Lehrer fragt man sich allerdings wieso er von unserem Steuergeld auch noch Gehalt bekommt. Aber was sollst, wie sagt schon Seneca: Es wäre besser, wir könnten unserer gelehrten Schulbildung einen gesunden Menschenverstand abgewinnen. Glatt davon gekommen ist Elle Kari, die im 2. Schuljahr noch kein Halbjahreszeugnis bekommt. Dafür gabs heute für die Königin der guten Laune  mit ihrer herrlichen neuen Zahnlücke das Sportabzeichen in Bronze. Ab Montag gehts dann für alle Sumpfbewohner wieder rein ins Hamsterrad, nächstes großes Ziel sind die Osterferien, bis dahin sausen wir zwischen Schule, Job, Flöten- und Klavierstunden, Turn- und Tanztraining wie gewohnt herum.

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Orchideen, Eiseskälte

Kleiner Kälterekord am 3. Februar 2012: Minus 14,4°C

Kleiner Kälterekord am 3. Februar 2012: Minus 14,4°C

Drinnen blühen die Orchideen wunderschön, der Ofen bullert vor sich hin und der Brennholzstapel schrumpft rapide. Draussen ist es bitterkalt, heute nacht war der vorläufige Höhepunkt der Kältewelle erreicht, mit -14,4 °C gemessen mit dem Funkthermometer an unserem Kirschbaum im Garten. Die Feiersaison haben wir soweit erkennbar gut überstanden, die Jungen sind alle gesund und warten sehr gespannt auf ihre Zeugnisse (10.  Februar). Nur der Winterspeck der Alten will noch nicht so recht weichen, aber das hat bei diesen Temperaturen auch seine positiven Seiten :)

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“Andrea” und der Sumpf

Bergische Seenplatte im Spörkelnbruch, 5. Januar 2012

Bergische Seenplatte im Spörkelnbruch, 5. Januar 2012

Sturmtief “Andea” rüttelt draussen ordentlich an den Rolläden, angefeuert von Blitz und Donner. Nachdem es zwei Stunden lang wie aus Eimern gegossen hatte, hieß es heute am späten Vormittag mal wieder “Rohr frei”! Der Bach übers Grundstück muss nämlich erst mal durch ein ordentlich dickes Rohr, um danach beim Nachbarn zwischen dicken Kopfweiden hindurch und und dann Richtung Rhein abzulaufen. Und irgendwas steckt immer im Rohr, dann muss man die Gummistiefel anziehen und mit langen Gartengeräten ein bisschen herumstochern.
Momentan haben wir zur Freude der Maulwürfe im Garten einen kleinen See, der nur zögernd abläuft. Nach dem trockensten Herbst folgt der nasseste Winter seit langem. Warm ist´s außerdem, das  Gras wächst!, Fuchsien und Oleanderkübel stehen noch draußen. Wegen mir kanns auch gleich März werden…

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Guten Rutsch allerseits

Hier im Rheinland wünscht man sich an der Käsetheke im Supermarkt und anderswo alljährlich einen “Guten Übergang”, was auch immer damit gemeint sein könnte. An der Mosel, wo das Kellerbild von uns fünfen entstanden ist, löst eine solche Ansprache nur Kopfschütteln oder Stirnrunzeln aus. Vorübergegangen ist das alte Jahr auf jeden Fall nicht, eher schon im Affentempo vorbeigerast. Hier mal noch schnell vor Jahresschluss eine kurzer Abriss der letzten Wochen:
Anna Lina hat im Oktober den ersten runden Geburtstag gefeiert, seitdem ausgestattet mit Laptop, Deospray und einer ziemlich modernen roten Ballonmütze, kämpft sie mit den Tücken des Gymnasiums. Einige kleinere Klavierkonzerte überstand Madame ohne weitere Aufregung, die Zahnspange gibts frühestens im nächsten Jahr.
Elle Kari hat nach all dem Stress mit Tanz- Querflöten-, Reit-, und Turnunterricht gerade mal ihre Auszeit genommen und kuriert ihre verstopften Nasenhöhlen aus, ist aber auf gutem Weg und ansonsten in gesundem Zustand voll unbändiger Energie, hat in der Schule keinerlei Probleme und lässt keine Party aus.
Lars Ole hat kurz vor den Ferien noch die Kippe am Reck geschafft und turnt seitdem auf einem höheren Level, ansonsten besteht die Welt aus Ipod-Apps und Ballerspielen, am liebsten mit der guten alten Erbsenpistole, in der heute allerdings nachts leuchtende Plastikkugeln stecken.
Susanne als Logistikchef hat den Weihnachtsstress voll abbekommen, durfte sich nicht nur im Büro abrackern (das geht ganz gut soweit erkennbar) sondern auch noch die ganzen Geschenke organisieren.
Armin hat im Job seit ein paar Wochen mal wieder einen neuen Chef (gut, aber anstrengend), hat sich außerdem noch ein Ehrenamt anhängen lassen (Biostation), das Arbeitszimmer ist von einem Papiergebirge versperrt, überall stehen Computer oder Schmetterlingskisten herum.
Der Kühlschrank ist nicht leer, unser Konto im Plus, der nächste Urlaub schon gebucht und alle sind halbwegs gesund – mehr kann man nicht erwarten. Wer mehr von uns wissen will: Anrufen oder mailen, wir sind jetzt auch auf Skype (nein, das sind keine Drogen, damit kann man übers Internet telefonieren, mit Bild und so)
Draussen stehen noch blühende Fuchsien und Oleander herum, echten Frost hatten wir noch keinen. Den sogenannten Übergang feiern wir zuhause mit Raketen und Raclette, rutschig scheint es auch an Silvester nicht zu werden, auf schwäbisch würde man sagen “se wellet warm“. Also denn – 2012 kann kommen!

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Drittbeste Turnmannschaft im Rheinland

Seit Wochen wurde hart trainiert, am Ende drei mal pro Woche. Und die Aussicht auf einen weiteren Samstag in einer stickigen Turnhalle war nicht eben prickelnd. Aber die ganzen Mühen haben sich gelohnt: Gestern hat Lars mit der Mannschaft des HTB den dritten Platz bei den Rheinischen Mannschafts-Meisterschaften in der Kategorie “bis 12 Jahre” errungen.

Was hätte man an dem völlig verregneten Samstag Anfang Dezember besseres anfangen können als einen Turnwettkampf? Morgens gings im strömenden Regen nach Troisdorf-Spich, ein kleines Kaff in der Nähe des Kölner Flughafens. Die Erwartungen des Trainers waren nicht eben hoch, die Konkurrenz stark. Geturnt wurde im Vierkampf in den Disziplinen Barren, Reck, Boden und Sprung. Hierbei dürfen pro Gruppe bis zu sieben Kinder turnen, es kommen aber nur die besten drei in die Wertung.

Der Wettkampf lief erstaunlich gut, die fünf beteiligten Jungs turnten weitgehend fehlerfrei, was beim Kunstturnen viel wichtiger ist als ein hoher Schwierigkeitsgrad.
Und am Ende reichte es gar fürs Treppchen, und die Herrschaften wurden mit der Bronzemedaille belohnt.

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RIESENKRANICHZUG

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Heute wieder Kraniche, geschätzt momentan mindestens 6000- und es werden immer mehr.

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“Waarte Kurz”

Großer Tag: Der erste runde Geburtstag von Anna Lina, in Echtzeit!
Und da wir ja in einer Mediengesellschaft leben, gabs neben Reitsocken und allerlei Schmuckjes auch einen ordentliches japanisches Notebook, das heutzutage zur Standardausrüstung einer Sextaner-Schulmappe gehört wie früher der Griffel und das Tafelläppchen. Das Kind ist also jetzt im Besitz der schnellsten Computerkiste im Haus, nach einer Stunde Installation war der Rechner am Netz, und das Kind in eine selige Halbstarre verfallen vor einem Programm, das bezeichnenderweise den Namen “Spielaffe” trägt.
Auf Zwischenfragen und hereingereichte Telefone mit Anrufen von Gratulanten reagiert sie nur noch mit ungnädigem Knurren, schließlich muss frau sich erst mal ordentlich registrieren. Momentan bastelt Madame an einem Online-Bauernhof, und kauft virtuelle Hühner. Mediennutzung will gelernt sein, und so sind wir gespannt wie lange sie das durchhält, oder besser wann wir das Kind mit Gewalt vom Netz trennen müssen.
Ansonsten sind aber alle wohlauf und munter. Aber wenn gleich das Geburtstagsessen (natürlich “bolognese”) auf dem Tisch steht, und der Aufruf kommt “Hände waschen – Essen fertig”, dann kommt mit 100prozentiger Sicherheit ein ungnädiges “Waarte Kurz” aus der Küchenecke.

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