Hier im Rheinland wünscht man sich an der Käsetheke im Supermarkt und anderswo alljährlich einen “Guten Übergang”, was auch immer damit gemeint sein könnte. An der Mosel, wo das Kellerbild von uns fünfen entstanden ist, löst eine solche Ansprache nur Kopfschütteln oder Stirnrunzeln aus. Vorübergegangen ist das alte Jahr auf jeden Fall nicht, eher schon im Affentempo vorbeigerast. Hier mal noch schnell vor Jahresschluss eine kurzer Abriss der letzten Wochen:
Anna Lina hat im Oktober den ersten runden Geburtstag gefeiert, seitdem ausgestattet mit Laptop, Deospray und einer ziemlich modernen roten Ballonmütze, kämpft sie mit den Tücken des Gymnasiums. Einige kleinere Klavierkonzerte überstand Madame ohne weitere Aufregung, die Zahnspange gibts frühestens im nächsten Jahr.
Elle Kari hat nach all dem Stress mit Tanz- Querflöten-, Reit-, und Turnunterricht gerade mal ihre Auszeit genommen und kuriert ihre verstopften Nasenhöhlen aus, ist aber auf gutem Weg und ansonsten in gesundem Zustand voll unbändiger Energie, hat in der Schule keinerlei Probleme und lässt keine Party aus.
Lars Ole hat kurz vor den Ferien noch die Kippe am Reck geschafft und turnt seitdem auf einem höheren Level, ansonsten besteht die Welt aus Ipod-Apps und Ballerspielen, am liebsten mit der guten alten Erbsenpistole, in der heute allerdings nachts leuchtende Plastikkugeln stecken.
Susanne als Logistikchef hat den Weihnachtsstress voll abbekommen, durfte sich nicht nur im Büro abrackern (das geht ganz gut soweit erkennbar) sondern auch noch die ganzen Geschenke organisieren.
Armin hat im Job seit ein paar Wochen mal wieder einen neuen Chef (gut, aber anstrengend), hat sich außerdem noch ein Ehrenamt anhängen lassen (Biostation), das Arbeitszimmer ist von einem Papiergebirge versperrt, überall stehen Computer oder Schmetterlingskisten herum.
Der Kühlschrank ist nicht leer, unser Konto im Plus, der nächste Urlaub schon gebucht und alle sind halbwegs gesund – mehr kann man nicht erwarten. Wer mehr von uns wissen will: Anrufen oder mailen, wir sind jetzt auch auf Skype (nein, das sind keine Drogen, damit kann man übers Internet telefonieren, mit Bild und so)
Draussen stehen noch blühende Fuchsien und Oleander herum, echten Frost hatten wir noch keinen. Den sogenannten Übergang feiern wir zuhause mit Raketen und Raclette, rutschig scheint es auch an Silvester nicht zu werden, auf schwäbisch würde man sagen “se wellet warm“. Also denn – 2012 kann kommen!
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Vielen Dank für das Statement – und auch für den tollen Kalender!
Euch allen einen guten “Übergang” und viel positive Ereignisse in 2012.
Gruß Christine