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Heute wieder Kraniche, geschätzt momentan mindestens 6000- und es werden immer mehr.
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Heute wieder Kraniche, geschätzt momentan mindestens 6000- und es werden immer mehr.
Großer Tag: Der erste runde Geburtstag von Anna Lina, in Echtzeit!
Und da wir ja in einer Mediengesellschaft leben, gabs neben Reitsocken und allerlei Schmuckjes auch einen ordentliches japanisches Notebook, das heutzutage zur Standardausrüstung einer Sextaner-Schulmappe gehört wie früher der Griffel und das Tafelläppchen. Das Kind ist also jetzt im Besitz der schnellsten Computerkiste im Haus, nach einer Stunde Installation war der Rechner am Netz, und das Kind in eine selige Halbstarre verfallen vor einem Programm, das bezeichnenderweise den Namen “Spielaffe” trägt.
Auf Zwischenfragen und hereingereichte Telefone mit Anrufen von Gratulanten reagiert sie nur noch mit ungnädigem Knurren, schließlich muss frau sich erst mal ordentlich registrieren. Momentan bastelt Madame an einem Online-Bauernhof, und kauft virtuelle Hühner. Mediennutzung will gelernt sein, und so sind wir gespannt wie lange sie das durchhält, oder besser wann wir das Kind mit Gewalt vom Netz trennen müssen.
Ansonsten sind aber alle wohlauf und munter. Aber wenn gleich das Geburtstagsessen (natürlich “bolognese”) auf dem Tisch steht, und der Aufruf kommt “Hände waschen – Essen fertig”, dann kommt mit 100prozentiger Sicherheit ein ungnädiges “Waarte Kurz” aus der Küchenecke.
Nein, das ist nicht der neue VHS-Kurs für gestresste Eltern, den wir mit unserem Erziehungsgutschein umsonst belegen können. “Drachenzähmen leicht gemacht” ist ein herrlich kitschiger 3D-Trickfilm aus dem Jahr 2010, und außerdem das Thema der Aufführung, die Elle Kari, unser kleinster Hausdrache, seit Monaten in der Tanzschule einstudiert.
Die Choreographie des Tanzes ist wild, die “Drachen” in grünen Saurierkostümen kämpfen gegen die “Wikinger”, und am Schluß vertragen sich natürlich alle. Elle Kari hat sich vom Aushilfs- und Krankheitsvertretungs-Drachen hochgedient und hat jetzt eine veritable Showeinlage, in der sie in hohem Bogen von einem Kasten springen muss. Das ganze Spektakel dauert vielleicht drei Minuten, beteiligt sind jeweils ein Dutzend Drachen und Wikinger zwischen 7 und 12 Jahren.
Aber ganz so simpel ist das natürlich nicht, denn die ehrgeizige Tanzschulleiterin geht mit ihren verschiedenen Kinder- und Jugendformationen auf allerlei nationale und internationale Wettbewerbe. Deshalb gabs in den letzten Wochen schon etliche Male Sondertraining, die Kostüme kamen aus USA, Karten mussten bestellt werden (ja klar, Eintritt muss bezahlt werden damit man die eigenen Kinder anschauen darf), hier noch ein paar Euro in die Schminkkasse, Kostüme wurden umgearbeitet, die Generalprobe vor heimischem Publikum durfte auch nicht fehlen. Angefeuert wird alles von einem Schwarm mehr oder weniger ehrgeiziger Mütter und Väter, die eine beachtliche Organisationspower an den Tag legen.
Und so saßen wir denn heute am Morgen um 6.00 Uhr am Kaffeetisch, um 8.00 war Einlass in der Turnhalle in Bergisch Gladbach, und ein weiterer aufregender Sonntag ging mit Fahrt, Aufführung, Warten auf die Siegerehrung und Heimfahrt ins Land. Nächste Woche ist der Drachenexpress dann in Marl, auf der Deutschen Meisterschaft, und im November gehts – wenn alles klappt, nach Riesa in Sachsen, zur Weltmeisterschaft.
Der Kleinste Hausdrache steckt das alles erstaunlich locker weg, zum Glück ist die Grundschule für die kampfstarke Göre eher Nebensache. Und á propos Siegerehrung: Natürlich ist unser kleiner Drache am Ende des Tages mit einer Urkunde nach Hause gekommen: 2. Platz beim ShowDance Deutschland Cup.
Heute gab´s mal wieder was ordentliches zu sehen im Spörkelnbruch: Bei strahlendem Wetter und hohen Eiswolken bildete sich am Himmel ein sogenannter “Halo”, das ist so ein lustiger Regenbogen-Lichteffekt bei Eiskristallen in der Atmosphäre.
Die Zugvögel brauchen jedenfalls keinen Wetterbericht um zu erkennen dass polare Kaltluft im Anmarsch ist: Der alljährliche Herbst-Kranichzug ist voll im Gange.
Der Birnbaum im Garten biegt sich unter der Last der Früchte, und da keiner Kompott kochen will, und eingekochte Birnen auch nicht so unser Ding sind, haben wir die beiden Schnapsfässer aus dem Keller geholt, eine Mühle ausgeborgt und seit Tagen sind die verschiedenen Familienmitglieder damit beschäftigt, Birnen und Äpfel zu schnippeln, durchzudrehen und in Fässer zu füllen. Die Drogenproduktion auf der Treppe vor dem Haus läuft auf auf Hochtouren, alle Türklinken und Schüsseln kleben ein bisschen, und vielleicht haben wir zu Weihnachten schon einen ordentlichen Stapel Flaschen mit Hochprozentigem im Keller.
Gestern sind wir noch im Ost-Mittelmeer geschwommen, heute ist Anna Lina im Gymnasium Haan eingeschult worden, mit allem Drum und dran, Gottesdienst vorneweg, Bücherempfang, und anschließend gabs in der Pizzeria lecker Lasagne, nach drei Wochen Taverne mal was anderes.
Auf der Schulseite gibts Bilder vom Event.
Lars Ole hat sich heute ebenfalls nach vorne orientiert und ist jetzt Klassensprecher der Klasse 6D. Mal sehen was das noch wird.
Bohnen mit Birnen und Speck
1 große Zwiebel in Würfel schneiden, in Butter anschwitzen
1 Kilo geputzte Buschbohnen dazu
durchwachsenen Speck obendrauf
Bohnenkraut, Salz und Pfeffer, eine halbe Tasse Wasser
1/2 Stunde ordentlich kochen lassen, bis der Speck weich wird.
fünf Minuten vor dem Essen ein paar fast reife Zuckerbirnen oben drauf legen und heiß werden lassen.
Dazu gibt’s Salzkartoffeln, die kann man auch gleich im Topf mitkochen, wenn man will (bei uns extra)
Durch das Kochen werden die Birnen weich und herrlich süß!
Am besten schmeckt trockener Weißwein dazu.
Und am nächsten Morgen am besten einen weiten Bogen um die Waage im Badezimmer machen…